Freitag, 30. September 2011

Bericht von den Experimentdays in Berlin

Ja, nun ist Flensburg auch präsent in Berlin - zumindest als Wohnprojektinitiative wahrgenommen. Zum ersten Mal haben wir das Freilandprojekt auf den Experimentdays präsentiert. Es gab für das "Wohnprojekt-Studio" strenge ästhetische Vorgaben: Keine Stellwände, keine Rollups oder Banner - das Infomaterial lag flach auf dem Tisch - rundherum vier Stühle und zwei Schreibtischlampen.

Das Material sollte "selbsterklärend" sein, denn die Initiativen waren nur Samstag vor Ort.

Nachdem wir uns diese Vorgaben gewöhnt hatten, genossen wir das tolle Ambiente in vollen Zügen. Mit Workshops, Führungen und Bootsfahrten


trugen Architekturstudenten der TU zum Gelingen und zur Lebendigkeit der Veranstaltung bei. Die Mittagspizza gab es in der angesagten Location "Kater Holzig" und besondere Stände ("Transition Town") gab es auf der riesigen Freiluftterrasse des Radialsystem V (, wo wir dann doch noch mit unserem Banner vertreten waren).


Die TU-Studenten haben dort übrigens in Zelten genächtigt.

Toll war der Kontakt zu den anderen (meist natürlich Berliner) Projekten. Wir bekamen schnell heraus, wie "die Uhren in Berlin ticken": Es gibt keine Förderung junger Genossenschaften, wie bei uns in Schleswig-Holstein. So entstehen oft Eigentumsprojekte, die von Architekten vorangetrieben werden. Darunter einige extrem günstige, wie das "Gartenhaus Krüllstraße".

Großes Interesse fand die Anregung, sich unter den Projekten über eine facebook-Seite auszutauschen (www.facebook.com/wohnprojekt).


Wir Flensburger waren natürlich - schon von der Entfernung her - die Exoten unter den Projekten. Vielen Interessenten kammen an unseren Tisch und berichteten von ihren Wurzeln im nördlichen Bundesland oder erzählen von ihren Flensburg-Besuchen. Einige versprachen sich unser Vorhaben vor Ort einmal anzusehen. Auch Conplan war vielen ein Begriff und die neuen Infobroschüren wurden gern mitgenommen.

Das Orga-Team war wirklich ganz toll! Sehr freundlich, bemüht und aufmerksam leiteten sie die Teilnehmer durch die Veranstaltung. Schade nur, dass die angekündigten Exkursionen viel zu schnell ausgebucht waren und der Focus auch nicht auf der Besichtigung bestehender Wohnprojekte lag. Gewünscht wurden auch Workshops, die ein Kennenlernen der Wohnprojekt-Interessenten untereinander ermöglicht hätten.



Für uns war die Fahrt nach Berlin also eine Zeit intensiver Beschäftigung mit den Themen Bauen und Wohnprojektgruppe. So etwas können wir gut noch einmal wiederholen!

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